ZAV: CDU/FDP und Freie Wähler gegen mögliche Gebührenentlastung

Die Initiative der ZAV-Verwaltung unter Verbandsvorsteher Rainer-Hans Vollmöller (CDU) zur Einsammlung von Altpapier in Eigenregie wurde in der Verbandsversammlung vom 07.12.2018 von einer starren und uneinsichtigen Koalition von Mitgliedern der CDU/FDP und den Freien Wählern mutwillig zu Fall gebracht. Ein bestehendes Gutachten einer erfahrenen Unternehmensberatung stellte eine Ersparnis von rund TEUR 200 in Aussicht bei konservativer, d.h. vorsichtiger Einschätzung und Berechnung aller allgemeinen Begebenheiten und der speziellen hier im Vogelsbergkreis.
Während der Sprecher der SPD-Fraktion, Helmut Weppler, seine exzellente Auswertung des Zahlenwerks in sehr sachlicher Weise bereits in der Sitzung des HFA am 28.11.2018 vorbrachte und das Gutachten vorbehaltslos unterstützte, wurden etliche Werte von „Experten“ der CDU/FDP und den Freien Wählern mit bloßen Mutmaßungen angezweifelt. So wurde der verwendete Dieselpreis und -verbrauch angezweifelt, ebenso wie die auf präzisen Werten errechnete ausreichende Zahl von 3 LKW mit jeweils 3 Fahrern und 3 Ladern. Unverfroren wurde die Anzahl auf 4 LKW angesetzt mit entsprechender Besatzung, was die errechnete Ersparnis gegenüber einer Fremdvergabe reduziere bzw. nicht mehr darstellen könne. Der kurzfristige Ausfall nur eines LKW wurde stark dramatisiert; der Winter im Vogelsberg als Schreckgespenst wie ein Menetekel an die Wand gemalt. Immer wieder wurde von den selbsternannten „Experten“ das angebliche unternehmerische Risiko der ZAV in den Vordergrund gerückt entgegen den günstigen Prognosen der sachkundigen Unternehmensberatung, die freiwillig und offen einräumte, dass sie auch schon mehreren Landkreisen und Zweckverbänden abschlägige Empfehlungen erteilt habe. Auf Anfrage der AfD bekannten sich von 50 Anwesenden nur 4 Personen (davon eine von der AfD) als Unternehmer!
Der SPD wurde unterstellt, sie versuche bewusst einen Keil zwischen Verbandsvorsteher Vollmöller (CDU) und die CDU/FDP-Fraktion zu treiben. Fairerweise muss man Herrn Vollmöller bescheinigen, dass er allein den ausgleichenden diplomatischen Pol darstellt, der sehr sachkundig und erfahren die politisch eingefärbten und oft provozierenden Aussagen einiger Fraktionen entschärft und wieder ins rechte Licht rückt. Dass Geschäftsführer Dr. Hansjörg Fuchs und seine Verwaltung mit ihrer Erfahrung nicht mutwillig und aus Langeweile ein solch gewichtiges Thema vorbringen und befürworten, steht völlig außer Frage. Ein extra angereister Fachmann des Zahlenwerkes dieses vorteilversprechenden Gutachtens wurde trotz mehrmaligen Angebots hochnäsig überhaupt nicht angehört! Von Seiten der CDU/FDP und den Freien Wählern wollte man sich wohl die starre -rein politisch zu begründete- Ablehnung nicht durch transparente und schlüssig durchgerechnete Darlegungen und gesunden sachlichen Menschenverstand doch noch überzeugen lassen. Als letztes unsachliches Argument kritisierten die Freien Wähler polemisch, dass ausgerechnet die SPD als Arbeiterpartei dem Arbeitsmodell mit 45,5 Stunden zustimme. Erneut stellte die AfD klar, wie ungeheuer hoch die Arbeitsbelastung der sonstigen LKW-Fahrer in der BRD ist, was auf Erstaunen in der „Experten-Fraktion“ der CDU/FDP stieß.
In der abschließenden Abstimmung stimmten SPD, Grüne und AfD mit 14 Stimmen für das schlüssige Konzept der Einsammlung von Altpapier in Eigenregie durch die ZAV. Dagegen stimmten geschlossen CDU, FDP und Freie Wähler mit 24 Stimmen und verhindern so völlig verbohrt und vehement eine mögliche spürbare Gebührenentlastung unserer Bürger.

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